Döhren

Döhren – Hannovers Kleine Freie

Ursprung und erste urkundliche Erwähnung Döhrens

Ursprung und erste urkundliche Erwähnung Döhrens liegt im Dunkeln. Döhren wird vermutlich erstmalig in einer Urkundenabschrift um 990 mit der Bezeichnung “Thurnithi” erwähnt. In diesem Dokument geht es um die Bestätigung natürlicher Grenzen. Um diese Zeit gab es noch keine Grenzsteine, die ein bestimmtes Areal begrenzten. Deshalb wurde jedes Jahr vor der Aussaat der Feldfrüchte eine Grenzbegehung durchgeführt. Man einigte sich auf bestimmte, natürliche Landschaftsmerkmale, die eine Festlegung der Grenze (des Ackers, etc.) durch Zeugen ermöglichten. In dem Dokument sind die beiden Zeugen “Poppo et Aethelhard De Thurnithi” genannt. Ebenso ist ein “Rhotger de glethingi” (Gleidingen) angeführt. Dadurch können wir sicher sein, dass es sich um unseren Bereich handelte. Weitere Ortsbezeichnungen belegen es. Auch in anderen Dokumenten taucht die Bezeichnung “Thurnithi” auf.

Erste Erwähnung Döhrens (Thurnithi) um 990
Erste Erwähnung Döhrens (Thurnithi) um 990

 

Eine zeitgemäße Interpretation des Wortes “Thurnithi” könnte sich möglicherweise von Lage des Dorfes an der hannoverschen Landwehr ableiten. Diese bestand zu Teilen aus natürlichen Hindernissen wie Wälle oder Gräben sowie “unüberwindlichen” Dornenhecken. Einige Historiker bezweifeln jedoch, ob es zu dieser Zeit bereits eine Hannoversche Landwehr gegeben hat.

Wie kam Döhren zu seinem Namen?

Der frühe urkundliche Beleg von um 990 Thurnithi ist wertvoll für die Herleitung des Namens. Von ihm aus lässt sich die weitere Entwicklung des Namens gut verfolgen. Für die Bedeutungssuche des Wortes Thurnithi müssen wir es sinnvoll trennen: Thurn-ithi. Die Bedeutung der einzelnen Wortteile könnte dann wie folgt sein:

  • Thurn – Das “Dornwort”, ahd.: thorn. Wobei das (th) zu einem weichen (d) wird. Es würde die reichliche Gestrüpp- und Waldbedeckung an diesem Ort erklären.
  • ithi – Ort, Platz, Stelle (…dort wo die Dornen sind…)
    • Dornort

Diese Deutung ist von verschiedenen Historikern und Namenforschern diskutiert und am häufigsten erwähnt. Es gibt weitere Orte mit dieser Namensentwicklung. Deshalb erscheint sie uns heute plausibel.

Hier eine wissenschaftliche Betrachtung zum Wortteil “ithi” –>

Namensentwicklung Döhrens

  • um 990  Poppo & Aedthelhard de Thurnithi
  • 1130 Thornite
  • um 1230  Widekind de Dornede
  • 1267 Dornede
  • 1327 Dornede
  • 1330 Dorrenten
  • 1344 Dörnede
  • 1354 Dornede
  • 1373 Dornede
  • 1392 Dornde
  • 1483 Dörnde
  • 1495 to Dornten
  • 1535 Doerne
  • 1585 van Dorne, Dornde
  • 1672 Döhren
  • 1740 Dören
  • 1791 Döhren

Auf Döhren bezieht sich auch der Name des “Döhrener Turms”:

  • 1480 uppe deme Dornder torne; vor den Dornder torne; to dem Dornder torne.

Ein Stadtteilwappen haben wir nicht. Ein Entwurf könnte so aussehen:

Stbezirkswappen_8_28_01_13
Entwurf eines Stadtbezirkswappens für Döhren-Wülfel-Mittelfeld

 

Die neuere Zeit in Döhren

wird ergänzt…

Döhren wurde 1907 nach Hannover eingemeindet. Der damalige Bürgermeister Abelmann handelte unter anderem die Installation einer Abwasseranlage und einer Straßenbeleuchtung aus. Die zögerliche Umsetzung dieser Vorhaben veranlasste Hermann Löns, der als “Fritz von der Leine” in den Hannoverschen Zeitungen schrieb, zu folgendem Gedicht: Döhrener Klage

 Döhrener Vereine

In Döhren gibt es ca. 35 gemeinnützige Vereine, die von einer Dachorganisation , der Arbeitsgemeinschaft Döhrener Vereine (AGDV) betreut werden.

  • Quellen:
  • Theodor Dreimann:
  • Wanner der Ältere
  • Udolph, Jürgen:
    Niedersächsisches Ortsnamenbuch 3: Die Ortsnamen des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter. (Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen).
  • Mithoff
  • Zusammenfassung: Bruno Hanne
  • wird ergänzt…