Otto Reinebeck

Der Reiz liegt im Abbild des Abbildes

Für den Hannoveraner mit Gifhorner Wurzeln unterstreichen die lebensgroßen Bilder seiner selbst diese Philosophie. Nämlich, wenn er Porträtbilder, als Abbild des Abbildes des Abbildes, arbeitet. Fotos werden zu Flachreliefs, diese wieder fotografiert und gedruckt. Im Spiel mit Licht und schatten, Farbe und Struktur entstehen wandhohe Hingucker. Als Gegenpol, comichafte mit wenigen Buntstiften gezeichnete Szene mit Kühen, zu denen eine besondere Affinität zu bestehen scheint. Der Kontrast Holz/Zeichnung ist ein Hinweis auf die Mehrschichtigkeit des Werkes von Otto Reinebeck.

Holz ist der eigentliche Werkstoff des gelernten Zimmermanns und Ingenieurs. “Ich habe seine Sympathie, es lässt sich von mir bearbeiten und freut sich, wenn ich ihm ein Gesicht gebe”, sagt Otto Reinebeck.

Wie es bei vielen klassischen Gemälden Eindruck macht, scheint auch der Blick der eindrucksvollen Skulpturen und Flachreliefs mit dem Betrachter mitzuwandern. 

Je nach Gestaltungsziel werden verschiedene Holzarten verwendet. Nicht selten bestimmt der Zustand des alten Holzes das Ergebnis wesentlich mit.

Gearbeitet wird in einem heimischen Atelier in Hannover oder in der Pfalz an der südlichen Weinstraße. Einen Teil der Skulpturen stellt er -der Verwitterungsprozess ist Teil des künstlerischen Prozesses- ungeschützt in den Waldhausener Garten. Ein, schon stark verwittertes, liegendes Pferd, soll an das massenhafte Sterben der Pferde in den napoleonischen Kriegen, erinnern. “Irgendwann ist nichts mehr da…”, konstatiert Reinebeck.  Manchmal werden die Skulpturen nach Jahren, wenn sie Patina angesetzt haben,  wieder reingeholt um sie nachzubearbeiten. 

Otto Reinebeck in seiner Werkstatt beim Schnitzen
Otto Reinebeck in seiner Werkstatt beim Schnitzen
Vorskizze Pina Bausch
Vorskizze Pina Bausch
Relief Pina Bausch
Relief Pina Bausch

Ein Relief entsteht:

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(Wird ergänzt)

…sind im ältesten Heimatschutzbund Deutschlands von 1901

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